Über die Postleitzahl 69168
Rund 13 Kilometer südlich von Heidelberg liegt Wiesloch, seit der Eingemeindung von Baiertal und Schatthausen 1973 Große Kreisstadt und mit Walldorf gemeinsam Mittelzentrum der Region. Die Wurzeln der Stadt reichen in keltische Zeit um 500 vor Christus zurück; schon ab dem 1. nachchristlichen Jahrhundert wurde hier Blei und Silber abgebaut, und von 120 bis 260 nach Christus bestand im Westen der Stadt am Kreuzungspunkt zweier römischer Fernstraßen ein römisches Straßendorf. Vom mittelalterlichen Wieslocher Schloss, im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört, stehen heute nur noch der Bergfried und ein Teil der Ringmauer; in den später wiederaufgebauten Gebäuden ist inzwischen die Polizeistation untergebracht. Nach dem Ende des unrentabel gewordenen Bergbaus 1954 brachte die 1957 eröffnete Fabrik der Heidelberger Druckmaschinen der Stadt neue Arbeitsplätze; als Winzergenossenschaft ist zudem die Winzer von Baden eG hier ansässig, nach eigener Einordnung der größte Weinerzeuger zwischen Badischer Bergstraße und Kraichgau.
Der Stadtteil Baiertal wurde bereits 841 im Lorscher Codex erwähnt und gehörte vom 12. bis 14. Jahrhundert größtenteils den Herren von Hohenhart; seit 1972 zählt er zu Wiesloch. Schatthausen, urkundlich erstmals 1294 als Schadehusen genannt, unterstand im Mittelalter der Gerichtsbarkeit der Meckesheimer Zent und wechselte über Jahrhunderte durch Heirat und Verkauf mehrfach den adligen Besitzer. Frauenweiler wiederum ist eine erst 1937 angelegte Siedlung, die ihren Namen von einem mittelalterlichen Ort gleichen Namens einige hundert Meter weiter östlich übernahm.
Die Postleitzahl misst 30,1 km²; der Zensus zählt darauf 27.147 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 902 je Quadratkilometer. Wiesloch liegt an der Bergstraße und grenzt an die Gemeinden Leimen, Walldorf und Nußloch.