Über die Postleitzahl 71116
Zwischen Böblingen und Herrenberg, am Rand des Schönbuchs, liegt Gärtringen mit der Postleitzahl 71116; gut ein Drittel der Fläche entfällt auf den Ortsteil Rohrau. Erste Siedlungsspuren stammen aus der Hallstattzeit, der Ortsname selbst geht auf einen alemannischen Siedler namens Gartheri zurück. Urkundlich fassbar wird Gärtringen 1140, nachdem es zuvor zur Grafschaft Calw und den Pfalzgrafen von Tübingen gehört hatte, ehe es 1382 an Württemberg kam. Vom 12. Jahrhundert bis 1559 saß hier mit den Herren von Gärtringen genannt Harder ein eigener Adel; ab 1640 übernahm die aus Pöttmes bei Augsburg stammende Familie Hiller die vormals adligen Güter und wurde 1703 in den Freiherrenstand erhoben.
Das 1728 errichtete Schloss Gärtringen erinnert bis heute an diese Zeit, ebenso die 1275 erstmals erwähnte Dorfkirche St. Veit. Seit der Eröffnung des Bahnhofs 1879 und verstärkt durch die Autobahn A 81 sowie den S-Bahn-Anschluss von 1992 wuchs der Ort spürbar, begünstigt durch die umliegenden Industriestandorte Böblingen, Sindelfingen und Stuttgart. In Rohrau steht mit der historischen Sandmühle samt Schmiede ein weiteres altes Gebäude.
Gärtringen zählt 12.910 Einwohnerinnen und Einwohner auf 20,1 km², die Dichte liegt bei 642 je Quadratkilometer. Angrenzende Orte sind unter anderem Herrenberg, Ehningen und Nufringen.