Über die Postleitzahl 71154
Im oberen Gäu, zwei Kilometer von Herrenberg entfernt, liegt Nufringen im Landkreis Böblingen – eine Gemeinde ohne eigene Ortsteile, die zusammen mit Herrenberg und Deckenpfronn die Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft „Herrenberg-Deckenpfronn-Nufringen“ bildet. Die Postleitzahl 71154 deckt fast das gesamte Gemeindegebiet ab.
Die erste urkundliche Erwähnung Nufringens stammt aus dem Jahr 1182; im Spätmittelalter unterstand der Ort den Pfalzgrafen von Tübingen, ehe diese ihn 1382 an Württemberg verkauften. Dreißigjähriger Krieg und Pest dezimierten die Bevölkerung so stark, dass sie erst im 18. Jahrhundert wieder die frühere Größe erreichte. Am 8. Oktober 1943 zerstörte ein alliierter Bombenangriff etwa 40 Prozent des Orts, mehr als 150 Gebäude gingen verloren – danach folgte ein rascher Wiederaufbau. Der älteste Bauteil der Pelagiuskirche ist ihr romanischer Turm aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, ursprünglich Teil einer Wehranlage; Chor und Sakristei folgten rund anderthalb Jahrhunderte später. Am Rand des Naturparks Schönbuch gelegen, hat die Gemeinde seit 2007/2008 den zuvor stark verlandeten Eisweiher wiederhergestellt und Teile des Brühlgrabens renaturiert. Wirtschaftlich prägen die Gewerbegebiete „Gründen“ und „Buchen“ den Ort, unter anderem mit der Ensinger GmbH, die Hochleistungskunststoffe herstellt.
5.756 Menschen leben auf 10,0 km², was 576 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht. Nufringen liegt an der Bundesstraße 14 und der Gäubahn, nahe der Autobahn 81 zwischen Singen und Stuttgart. Zu den Nachbarorten zählen Herrenberg, Gärtringen und Hildrizhausen.