Über die Postleitzahl 71394
Kernen im Remstal im Rems-Murr-Kreis trägt seinen Namen erst seit 1977 – die Gemeinde entstand 1975 aus dem Zusammenschluss von Rommelshausen und Stetten und hieß übergangsweise Stetten-Rommelshausen. Ein Wettbewerb ermittelte schließlich den heutigen Namen, benannt nach dem 513 Meter hohen Hausberg Kernen, dessen Gipfel allerdings schon auf Fellbacher Gebiet liegt. Fast die gesamte Gemeinde liegt unter der Postleitzahl 71394.
Stetten, der südliche Teilort im Tal des Haldenbachs, war schon in der Mittleren und Jungen Steinzeit besiedelt, wie Pfeilspitzen, Tongefäße und Hausreste belegen. Oberhalb des Orts erhebt sich die Ruine der Yburg, unterhalb liegen die Sandstein-Terrassen der Weinlage Stettener Brotwasser – ihr Name soll auf eine Hofdame des 17. Jahrhunderts zurückgehen, die ihren heimlichen Weinkonsum hinter einem angeblichen Wasserkrug verbarg. Rommelshausen wiederum reicht mit einem römischen Gutshof aus der Zeit zwischen etwa 180 und 235 nach Christus und alamannischen Gräbern noch weiter zurück; die erste urkundliche Erwähnung als Rumoldeshusen datiert auf 1146.
Der Weinbau prägt die Landschaft bis heute, mit lössreichen und keuperhaltigen Böden rund um beide Orte; der Stettener Weinweg führt auf einem einstündigen Rundgang an rund 30 Schautafeln vorbei. 2019 beteiligte sich Kernen an der Remstal-Gartenschau. Zu den größten Arbeitgebern zählen die Schetter Haustechnik GmbH sowie die Diakonie, die in Stetten außerdem eine Einrichtung zur schulischen Förderung geistig behinderter Kinder und Jugendlicher betreibt.
Auf 15,0 km² leben 15.769 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 1.051 je Quadratkilometer. Über die S-Bahn-Linie S2 ist Kernen an Stuttgart und Schorndorf angebunden, nordwestlich grenzt mit der 71334 die Stadt Waiblingen an.