Über die Postleitzahl 71560
Am Nordbogen der Murr, eingerahmt von den Löwensteiner Bergen und dem Murrhardter Wald, liegt die Gemeinde Sulzbach an der Murr, die zusammen mit ihren zahlreichen Weilern fast die gesamte Postleitzahl 71560 bildet. Als staatlich anerkannter Erholungsort dient sie zugleich als Kleinzentrum für die umliegenden Gemeinden.
Urkundlich erwähnt wird Sulzbach erstmals 1295, dürfte seinem Ursprung nach aber deutlich älter sein, da es an teils schon römischen Straßenverbindungen liegt. Die weltliche und geistliche Herrschaft teilten sich lange die Grafen von Löwenstein und das Kloster Murrhardt, woran das Ortswappen bis heute mit Löwe und Fisch erinnert. Ein Großbrand vernichtete am 29. Mai 1753 zwei Drittel aller Gebäude, darunter Kirche und Rathaus; die St.-Ulrichs-Kirche wurde 1754 wieder aufgebaut und 1756 eingeweiht, ihr heutiger Turm entstand aber erst nach einem Blitzeinschlag 1856. Aus dem 16. Jahrhundert, mit älteren Bauphasen möglicherweise bis ins 13. Jahrhundert zurückreichend, stammt das Wasserschloss Lautereck, das die Grafen von Löwenstein zur Sicherung der vorbeiführenden Straße errichten ließen.
Wirtschaftlich prägt heute vor allem die Metallverarbeitung den Ort: Die HES-Präzisionsteile Hermann Erkert GmbH stellt seit 1935 Drehteile her und ist mit rund 990 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber Sulzbachs. Zu den Naturdenkmalen zählen die Königseiche und der sogenannte Teufelstein, und über die waldreiche Gemarkung führt unter anderem der vom Deutschen Wanderinstitut ausgezeichnete Feenspuren-Premiumwanderweg.
Auf 40,7 km² leben 5.239 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 129 je Quadratkilometer. Über den Bahnhof Sulzbach (Murr) ist der Ort an die Strecke Waiblingen–Schwäbisch Hall-Hessental angebunden, südwestlich grenzt die Stadt Backnang (71522) an.