Über die Postleitzahl 71549
Am östlichen Rand der Backnanger Bucht, gegen den Murrhardter Wald hin, liegt die Gemeinde Auenwald im Rems-Murr-Kreis, die fast vollständig unter der Postleitzahl 71549 zu finden ist. Verwaltet wird sie vom Teilort Unterbrüden aus, benannt ist die 1971 aus mehreren Dörfern gebildete Gemeinde nach ihrer waldreichen Auenlandschaft entlang des Brüdenbachs.
Schon in der Jungsteinzeit war die Gegend besiedelt, wie Werkzeugfunde nahe dem Trailhof zeigen, die heute im Heimatmuseum Weissach im Tal liegen. Unterbrüden findet indirekt schon 1027 Erwähnung, als Kaiser Konrad II. dem Bistum Würzburg den Reichswald um Murrhardt schenkte; im 19. Jahrhundert begünstigte das milde Klima dort noch Wein- und Obstbau auf mehreren Dutzend Morgen. Oberhalb der zusammengewachsenen Orte Ebersberg und Lippoldsweiler liegen die Reste der 1226 erstmals erwähnten staufischen Burg Ebersberg, an die sich 1551 ein Schloss anschloss – nach einem Brand 1714 und dem Wiederaufbau 1719 dient es seit 1966 als Bildungsstätte der Pfadfinderschaft Sankt Georg. Ebersberg gilt bis heute als eines der wenigen mehrheitlich katholischen Dörfer in Alt-Württemberg, weshalb seine Bewohner im Umland scherzhaft „Kraitzkepf“ genannt werden.
In der Weimarer Republik entwickelte sich Unterbrüden wegen hoher Arbeitslosigkeit zu einer Hochburg der KPD, die dort schon 1926 gut ein Viertel der Stimmen erhielt. Namenskundlich ungewöhnlich ist der Weiler Däfern, dessen Name auf das lateinische Wort für Gasthaus, taberna, zurückgeht und möglicherweise von einer römischen Siedlung herrührt.
Auf 19,7 km² leben 6.734 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 342 je Quadratkilometer. Nachbarn sind unter anderem die Stadt Backnang (71522) im Westen und Murrhardt (71540) im Osten.