Über die Postleitzahl 71729
Erdmannhausen liegt zwischen Neckar und Murr, rund zehn Kilometer östlich von Ludwigsburg. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 816, als Kaiser Ludwig der Fromme ihn dem Kloster Murrhardt schenkte; bis 1425 erwarben die Grafen von Württemberg schrittweise den gesamten Ort.
Der Dreißigjährige Krieg traf die Gemeinde besonders hart: Nach dem Einmarsch von Truppen 1626 und einem Brand des Pfarrhauses 1644 standen um 1655 nur noch 13 der einst 95 Gebäude, die Bevölkerung war auf einen Bruchteil geschrumpft. 1974 stimmte die große Mehrheit der Einwohner gegen einen Zusammenschluss mit dem Nachbarort Marbach am Neckar und bewahrte sich damit die Eigenständigkeit; 2016 beging der Ort sein 1200-jähriges Jubiläum. Die mittelalterliche Januariuskirche gilt bis heute als Wahrzeichen. Seit 1950 stellt die Huober Brezel GmbH als Württembergs erste Brezelfabrik hier Laugengebäck her und ist zugleich größter Arbeitgeber des Orts; seit 2016 dokumentiert ein eigenes Brezelmuseum diese Tradition. Südlich der Gemeinde liegt zudem ein privater Landeplatz für Ultraleichtflugzeuge, den allerdings nur ein einziger Einwohner regelmäßig nutzt.
Über einen Haltepunkt an der seit 2012 bis Backnang verlängerten S-Bahn-Linie S4 ist Erdmannhausen an Stuttgart angebunden. Auf 7,7 km² leben 5.207 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 675 je Quadratkilometer.
Nachbargemeinden sind Ludwigsburg, Marbach am Neckar, Steinheim an der Murr und Affalterbach.