Über die Postleitzahl 72362
Nusplingen im Zollernalbkreis wird von der Verwaltungsgemeinschaft Meßstetten mitverwaltet. Als Dorf am linken Ufer der Bära, rund um die alte Peterskirche entstanden, wurde der Ort 842 unter dem Namen Nuspilingum erstmals urkundlich genannt. Archäologische Funde aus der Bronze-, Hallstatt- und Latènezeit sowie ein alemannisches Reihengräberfeld aus dem 7. Jahrhundert belegen eine lange Besiedlungsgeschichte.
Schon 1619 verzeichnete ein Verzeichnis 63 Badegäste, die sich von der schwefelhaltigen Heckentalquelle Linderung bei Kopf- und Gliederschmerzen erhofften – bis heute erinnert der Name Mayenbad an dieses mittelalterliche Heilbad. Vom 18. Jahrhundert an prägte die Heimarbeit den Ort: In den Souterrains zahlreicher Häuser entstanden Webereien, deren Betreiber man scherzhaft „Souterrain-Fabrikanten“ nannte, später kamen Baumwollverarbeitung und Tamburinstickerei hinzu. Ein Bombenangriff im Januar 1945 forderte Tote und Verletzte und zerstörte zudem die Wasserversorgung auf dem Heuberg. Die Alte Friedhofskirche St. Peter und Paul geht auf einen ersten Bau um das Jahr 650 zurück und wurde nach jahrzehntelangem Verfall ab 1996 saniert.
1.899 Menschen leben auf 20,7 km², das entspricht 92 Einwohnern je Quadratkilometer. Nusplingen grenzt unter anderem an Obernheim, Meßstetten und Schwenningen.