Über die Postleitzahl 72364
Obernheim, von Einheimischen oft nur „Oberna“ genannt, gehört zum Großen Heuberg – jenem Abschnitt der Schwäbischen Alb, der am weitesten nach Südwesten reicht – und liegt im Naturpark Obere Donau. Der Ortskern wurde ursprünglich in einem Trockental angelegt und hat sich seither über den Talrand hinaus ausgebreitet; verwaltet wird die Gemeinde von der Verwaltungsgemeinschaft Meßstetten aus.
Siedlungsreste aus Urnenfelder-, Hallstatt- und Latènezeit belegen eine sehr frühe Besiedlung, 1938 kamen beim Bau einer Halle im Ortskern Scherben und eine Schüssel aus der Hallstattzeit zutage. Auf dem Burgbühl, wo um 1050 mehrere Burgen entstanden, sind die Grabenreste in Richtung Harras noch heute sichtbar. Bis 1966 besaß Obernheim über den rund sechs Kilometer entfernten Bahnhof Harras-Obernheim an der Heubergbahn Bahnanschluss. Der Schwäbische Albverein betreut seit 1896 ein ausgedehntes Wanderwegenetz, ergänzt um den Schwäbische-Alb-Nordrand-Weg und mehrere Radwege.
1.526 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 14,9 km², das ergibt eine Dichte von 102 je Quadratkilometer. Obernheim grenzt an Hausen am Tann, Nusplingen, Ratshausen und Meßstetten.