Über die Postleitzahl 72401
Im Eyachtal am Nordwestrand der Schwäbischen Alb liegt die Postleitzahl 72401, fast deckungsgleich mit der Stadt Haigerloch im Zollernalbkreis. Die Kernstadt selbst nimmt darin nur einen kleinen Teil ein, größer sind die Stadtteile Gruol, Owingen, Trillfingen, Weildorf, Stetten, Bittelbronn und Bad Imnau, von denen Gruol mit weitem Abstand der bevölkerungsreichste ist.
Weil sich der Fluss hier in engen Schlingen durch das Tal windet, wird Haigerloch das Felsenstädtchen genannt, wegen des reichlich wachsenden Flieders daneben auch Fliederstädtchen. Eine erste Burg an dieser Stelle ist für 1095 belegt, das Stadtrecht erhielt der Ort 1237. Bis 1941 lebte in Haigerloch eine bedeutende jüdische Gemeinde mit eigener Synagoge, die zeitweise etwa ein Viertel der Einwohnerschaft ausmachte. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs entstand in einem Bierkeller unter der Schlosskirche ein Forschungsreaktor des sogenannten Uranprojekts, an den heute das Atomkeller-Museum erinnert. Im Stadtteil Stetten fördert zudem eines der letzten aktiven Salzbergwerke Deutschlands.
Die Postleitzahl umfasst 76,2 km² mit 10.800 Einwohnerinnen und Einwohnern, das sind 142 je Quadratkilometer. Sie grenzt unter anderem an Rangendingen, Grosselfingen, Sulz am Neckar und Horb am Neckar.