Über die Postleitzahl 72351
Geislingen liegt im Zollernalbkreis, etwa drei Kilometer westlich der Kreisstadt Balingen, und besteht aus den drei Stadtteilen Geislingen, Binsdorf und Erlaheim. Südwestlich der Stadt entdeckte man 1986 im Luftbild ein römisches Kastell des Alblimes, bekannt als Kastell Geislingen/Häsenbühl, unweit der antiken Verbindungsstraße zwischen Rottweil und Rottenburg.
Der Hauptort selbst geht auf eine alemannische Gründung zurück, entstanden irgendwann zwischen dem dritten und sechsten nachchristlichen Jahrhundert; der Name verweist auf eine Sippe unter einem Anführer namens Gisilio. Binsdorf, erstmals 843 als Binztorph erwähnt, erhielt 1315 auf Bitten des Grafen Rudolf von Hohenberg das Stadtrecht und zählte damit zu den einwohnerärmsten Städten im süddeutschen Raum; um 1280 entstand dort zudem ein Frauenkloster, das bis zur Säkularisation 1806 bestand. Erlaheim wurde 1298 erstmals als Erlhain genannt und gehörte bis 1805 zu Vorderösterreich. Bis heute prägt der Obstbau mit historischen Streuobstsorten die Landschaft rund um Geislingen.
5.802 Menschen leben auf 31,7 km², das entspricht 183 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarn sind Balingen, Rosenfeld, Dautmergen, Dormettingen und Haigerloch.