Über die Postleitzahl 73101
Am Nordrand der Schwäbischen Alb, dort wo die Autobahn 8 den Albaufstieg nimmt, liegt Aichelberg, rund zehn Kilometer südwestlich von Göppingen. Zur Gemeinde gehört außer dem gleichnamigen Dorf kein weiterer Ort; die Postleitzahl deckt fast die gesamte Fläche ab. Das langgestreckte Gemeindegebiet zieht sich von den Ausläufern des Boßler-Gipfels über Turmberg und Aichelberg hinunter bis zum Dorf am Hangfuß.
Schon in der Antike war die Gegend besiedelt: 2012 kamen bei Grabungen für die Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm eine römische Ziegelbrennerei und Tafelgeschirrscherben aus dem 3. Jahrhundert zutage. Um 1220 entstand eine Burg der Grafen von Aichelberg, die 1525 im Bauernkrieg niedergebrannt wurde; das Dorf selbst war schon 1519 durch Soldaten des Schwäbischen Bundes fast vollständig zerstört worden. Eine eigenständige Gemeinde wurde Aichelberg erst 1876. Die Evangelische Christuskirche von 1959 fällt durch ihre farbstarken Bleiglasfenster des Künstlers Martin Domke auf, der auch Bronzekreuz, Leuchter und Taufbecken schuf.
Der Albaufstieg der A 8 wurde bereits beim Autobahnbau im Dritten Reich hier angelegt, um die rund 380 Höhenmeter des Albtraufs zu überwinden. Auf 4,0 km² zählt das Gebiet 1.305 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 325 je Quadratkilometer. Eine eigene Schule hat der Ort nicht, Grundschüler besuchen die Nachbargemeinde Zell unter Aichelberg.