Über die Postleitzahl 73087
Zehn Kilometer südlich von Göppingen, dort wo die Schwäbische Alb nach Norden hin abfällt, liegt Bad Boll. Die Postleitzahl umfasst fast die gesamte Gemeinde mit den Ortsteilen Bad Boll und Eckwälden und grenzt an Aichelberg, Dürnau, Gruibingen und Zell unter Aichelberg. Bis 2007 trug der Ort noch den einfachen Namen Boll.
Seinen Namenszusatz verdankt er den 1595 entdeckten Schwefel- und Thermalquellen, um die sich seit dem folgenden Jahr ein Kurbetrieb entwickelte; das erste Kurhaus errichtete 1596 der Baumeister Heinrich Schickhardt. Älter noch ist die romanische Stiftskirche St. Cyriakus im Ortskern, eine dreischiffige Pfeilerbasilika aus dem 12. Jahrhundert, deren Bau der Überlieferung nach auf Berta von Boll zurückgeht, eine Schwester des ersten Stauferkönigs Konrad III. Dort heiratete 1902 der Komponist Max Reger. Bei Ausgrabungen rund um die Thermalquellen kamen zudem Fossilien zutage, von denen einige noch heute im Rathaus und im Kurhaus zu sehen sind.
Südlich des Orts erhebt sich der 779 Meter hohe Kornberg, mit dessen Gemeinde Gruibingen sich Bad Boll das Naturschutzgebiet Teufelsloch-Kaltenwang teilt; als Ausflugsziel gilt zudem die Höhenwiese Boller Heide. Insgesamt zählt das Gebiet 5.152 Einwohnerinnen und Einwohner bei einer Fläche von 11,1 km² und einer Dichte von 466 Einwohnern je Quadratkilometer.