Über die Postleitzahl 73119
Am Fuß der Schwäbischen Alb liegt Zell unter Aichelberg, kurz Zell u. A. genannt. Die Postleitzahl deckt fast die gesamte Gemeinde ab, zu der neben dem Hauptort der Weiler Pliensbach gehört; der Autobahnanschluss Aichelberg an der A 8 liegt nur drei Kilometer vom Ortszentrum entfernt.
Eine urkundliche Ersterwähnung als „Castellum Cella“ für das Jahr 1108 gilt als umstritten, gesichert ist ein Eintrag als Cella aus dem Jahr 1140 im Schenkungsbuch des Klosters Reichenbach. Im 15. Jahrhundert entstand der sogenannte Zeller Stab, eine Verwaltungsgemeinschaft von Zell, Pliensbach, Aichelberg und Eckwälden mit eigener niederer Gerichtsbarkeit. 1519 verwüsteten Truppen des Schwäbischen Bundes im Streit zwischen Herzog Ulrich und dem Schwäbischen Bund 57 Gebäude in Zell und 14 in Pliensbach, 1628 forderte die Pest im Zeller Stab rund 200 Tote. Die Martinskirche in der Ortsmitte stammt in ihren wesentlichen Teilen aus dem Jahr 1386 und zeigt im Inneren Wandmalereien aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die erst 1907 wiederentdeckt wurden.
Mit der von Margarete Ostheimer gegründeten Holzspielzeugfabrik hat ein weltweit vertriebener Hersteller handgefertigter Holzfiguren seinen Sitz in Zell. Auf 6,2 km² zählt die Gemeinde 3.107 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 500 je Quadratkilometer. Südwestlich des Orts führt an der Landesstraße 1214 der Mostbirnenlehrpfad vorbei, der verschiedene Mostbirnensorten zeigt.