Über die Postleitzahl 73275
Im Versteinerungs-Schutzgebiet Holzmaden-Ohmden im Vorland der Schwäbischen Alb liegt die Gemeinde Ohmden, die fast die gesamte gleichnamige Postleitzahl bildet. Reihengräber im Ort deuten auf eine Siedlung aus der Merowingerzeit hin; der Name geht auf das althochdeutsche Wort für den zweiten Grasschnitt, die Öhmd, zurück und wandelte sich über die Jahrhunderte von Amindon zu Ohmden. Erstmals erwähnt wird der Ort 1125 in einer alten Klosterurkunde aus dem Schwarzwald, als Herzog Konrad von Zähringen ihn im Tausch an die Mönche übergab.
Im Bauernkrieg von 1525 leisteten auch Ohmdener Bewohner Widerstand: Namentlich bekannt ist ein Ehepaar, das sich den Anordnungen widersetzte und dafür die Verbannung aus dem Land hinnehmen musste. Bemerkenswert ist die Dorfkirche St. Cosmas und Damian aus den Jahren 1681/83, die vier um 1500 gemalte Altarflügelbilder aus einem älteren Kirchenbau übernommen hat. Fossilien aus den Posidonienschiefer-Steinbrüchen der Gemeinde finden sich heute im Urwelt-Museum Hauff im benachbarten Holzmaden. Der Ort selbst liegt größtenteils östlich des Trinkbachs, dessen Wasser in Kirchheim der Lindach zufließt.
Auf 5,5 km² entfallen 1.725 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 311 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Kirchheim unter Teck, Holzmaden und Hattenhofen.