Über die Postleitzahl 73110
Im Vorland der Schwäbischen Alb, auf halbem Weg zwischen Stuttgart und Ulm, liegt die kleine, von Streuobstwiesen umgebene Gemeinde Hattenhofen. Die Postleitzahl umfasst fast die gesamte Gemeinde mit dem Hauptort und dem Weiler Riedenhof.
Schon in römischer Zeit gab es im Schäferesch eine bäuerliche Hofstelle, und aus merowingischer Zeit stammt die am Rand der Gemarkung gelegene, längst wüst gefallene Siedlung Pippendorf; der Ortsname selbst geht auf ein alemannisches Geschlecht der Hatto oder Hatten zurück. Urkundlich erwähnt wird der Ort als Hattenhoven erstmals 1275 im Zehntbuch des Bistums Konstanz. Der Dreißigjährige Krieg und die Pest trafen Hattenhofen besonders schwer: Von der Vorkriegsbevölkerung überlebten bis 1637 nur eine Handvoll Menschen. Vom historischen Ortsbild mit restaurierten Fachwerkhäusern zeugt die Goldmedaille, die der Ort 1985 im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ erhielt.
Heute gilt Hattenhofen als Vorreiter im Klimaschutz: Seit 1993 Mitglied im weltweiten Klima-Bündnis, führte die Gemeinde die erste ökologische Flurbereinigung Baden-Württembergs durch und erhielt 2015 als erste Gemeinde im Kreis Göppingen den European Energy Award. Auf 7,6 km² leben 2.943 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 386 je Quadratkilometer. Ein Sauerbrunnen mit trinkbarem, hydrogencarbonathaltigem Wasser versorgte die Einwohner noch bis in die 1950er Jahre.