Über die Postleitzahl 73312
Nach der Kreisstadt Göppingen ist Geislingen an der Steige die größte Stadt des Landkreises und übernimmt seit 1956 als Große Kreisstadt die Funktion eines Mittelzentrums für die Region. Sie stellt den weit überwiegenden Teil der Postleitzahl 73312, ein kleiner Rand reicht nach Deggingen hinein. Zur Stadt gehören mehrere frühere selbständige Gemeinden: Weiler ob Helfenstein, bekannt für die auf altem Grundriss wiedererrichtete Burg Helfenstein, kam 1966 dazu, Türkheim 1971, Stötten 1972, Waldhausen im selben Jahr, Eybach Ende 1972 und Aufhausen 1975. Der namensgebende Stadtteil selbst wurde 1108 erstmals als Giselingen erwähnt, wobei sich diese Erwähnung eigentlich auf eine Siedlung im heutigen Stadtteil Altenstadt bezog, nicht auf die spätere Kernstadt.
Das Stadtbild prägt der Alte Bau von 1445, eines der größten Fachwerkhäuser Deutschlands, sowie die evangelische Stadtkirche mit ihrem 63 Meter hohen, zwischen 1424 und 1428 errichteten Turm. Im Juli 1944 wurde in Geislingen ein Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof errichtet, in dem tausend überwiegend jüdische Ungarinnen für die Württembergische Metallwarenfabrik Zwangsarbeit leisten mussten; Gedenksteine im Stadtpark erinnern seit 1984 daran. Die WMF bleibt bis heute das bekannteste Unternehmen der Stadt, die seit 1847 an der Filstalbahn liegt und mehrere Gymnasien sowie ein Amtsgericht beherbergt.
Auf 78,8 km² entfallen 26.934 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 342 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Deggingen, Kuchen und Bad Überkingen.