Über die Postleitzahl 74385
Rund acht Kilometer nördlich von Ludwigsburg, im gleichnamigen Landkreis und zur Verwaltungsgemeinschaft Freiberg am Neckar gehörend, liegt Pleidelsheim in einem weiten, flachen Tal des Neckarbeckens. Zur Gemeinde gehört auch eine unbewohnte Exklave im Hardtwald bei Rielingshausen, die naturräumlich schon zu den Schwäbisch-Fränkischen Waldbergen zählt.
Der Ortsname erinnert an seinen vermutlichen Gründer: Ein gewisser Blidolf soll im 6. oder 7. Jahrhundert auf dem heutigen Gemeindegebiet ein Gehöft besessen haben, in alten Chroniken erscheint der Ort deshalb lange als „Blidolvsheim“ oder ähnlich. Noch älter sind die Spuren eines fränkisch-alemannischen Reihengräberfeldes am nördlichen Ortsrand, in dem bei Ausgrabungen über 250 Gräber gefunden wurden. Wahrzeichen des Ortes ist der mächtige, weithin sichtbare Wehrturm der romanischen Mauritiuskirche aus dem 14. Jahrhundert, einer der ältesten erhaltenen Kirchtürme der Region. Am Neckar liegen zwei Naturschutzgebiete, der Altneckar und das Pleidelsheimer Wiesental, ein ehemaliger Baggersee.
Bekannt ist Pleidelsheim für seinen Spargelanbau, dazu kommt seit 1964 ein Gewerbegebiet mit Betrieben wie einer Matratzenfabrik und einem Hersteller von Spezialstühlen. Auf 8,8 km² leben in der Gemeinde 6.049 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 685 je km². Über die A 81 ist der Ort an das Fernstraßennetz angeschlossen, durch Pleidelsheim führt außerdem der Neckartal-Radweg von Villingen-Schwenningen nach Mannheim. Nachbar-PLZ reichen bis Freiberg am Neckar und Ingersheim.