Über die Postleitzahl 74545
Rund fünf Kilometer westlich von Schwäbisch Hall liegt Michelfeld im Tal der Bibers, die hier aus den Waldenburger Bergen kommend in die Hügellandschaft des Rosengartens heraustritt. Die Postleitzahl umfasst neben dem Hauptort Michelfeld auch den Ortsteil Gnadental sowie einen kleinen Anteil der Stadt Waldenburg im benachbarten Hohenlohekreis.
Michelfeld gehörte ursprünglich dem gleichnamigen Ortsadel, kam dann an das Benediktinerkloster Comburg und wurde 1521 aus dessen Finanznot heraus an die Reichsstadt Schwäbisch Hall verkauft. Die mittelalterliche Grenzbefestigung der Reichsstadt, die Haller Landheege, zog sich durch das Gemeindegebiet; ihre Spuren lassen sich bis heute im Wald rund um die Rote Steige und in der Nähe der Orte Gnadental und Rinnen erkennen. Gnadental selbst geht auf eine Klostergründung um das Jahr 1237 zurück und lag außerhalb des Haller Territoriums im Besitz des Hauses Hohenlohe; erst 1971 wurde die zuvor selbständige Gemeinde nach Michelfeld eingemeindet. Die Pfarrkirche Peter und Paul in Michelfeld stammt aus dem Jahr 1282.
Die Bundesstraße 14 durchquert Dorf und Tal und führt anschließend über die Rote Steige hinauf auf die Hochebene des Mainhardter Waldes. Auf 35,7 km² zählt die PLZ 3.739 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 105 je Quadratkilometer entspricht – auch wenn Michelfeld keine reine Wohngemeinde ist, sondern noch etwa 25 landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe zählt.