Über die Postleitzahl 74547
Am Kochereck, wo der Fluss rund fünf Kilometer nördlich von Schwäbisch Hall aus nördlichem in nordöstlichen Lauf abknickt, liegt Untermünkheim. Die Gemeinde umfasst mit ihren Ortsteilen Übrigshausen, Untermünkheim und Enslingen fast das gesamte Gebiet dieser Postleitzahl, dazu Weiler wie Obermünkheim, Haagen und Schönenberg.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1216 als „Muncheim“. Im Ortsteil Enslingen lässt sich im 13. Jahrhundert das Adelsgeschlecht der Herren von Enslingen nachweisen, das 1534 im Mannesstamm ausstarb. Die Grundherrschaft war bis zum 19. Jahrhundert ein Flickenteppich aus Anteilen der Reichsstadt Hall, hohenlohischer Fürstentümer, des Klosters Comburg und weiterer Adelsfamilien; erst im 16. Jahrhundert gelangten Burgen und Güter überwiegend an Hall. Von den einstigen Burgen zeugen heute nur noch Reste, etwa der Burghügel der Wasserburg Untermünkheim bei der Flussbrücke oder die Suhlburg beim gleichnamigen Weiler. Im Rößler-Museum ist eine Sammlung an alter ländlicher Wohnausstattung zu sehen, von Schränken über Truhen bis zu Himmelbetten, und im Wald bei Brachbach sind noch Überreste der mittelalterlichen Haller Landheeg erhalten.
Auf 27,1 km² zählt die Postleitzahl 2.975 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 110 je Quadratkilometer. Die Bundesstraße 19 durchquert das Dorf und erklimmt über eine steile Steige die Hohenloher Ebene, und der Kocher-Jagst-Radweg führt als touristischer Rundkurs durch die Gemeinde.