Über die Postleitzahl 74579
Direkt an der bayerischen Grenze, zwischen Dinkelsbühl, Ellwangen und Crailsheim, liegt der staatlich anerkannte Erholungsort Fichtenau, der den größten Teil dieser Postleitzahl stellt. Dazu kommt ein kleiner Anteil der Gemeinde Jagstzell im benachbarten Ostalbkreis mit dem Weiler Buchmühle. Zu Fichtenau gehören die Ortsteile Lautenbach, Wildenstein, Matzenbach und Unterdeufstetten.
Das Gebiet ist altes Grenzland: Schon zur Römerzeit lag es nur wenige Kilometer nördlich des Limes, später verliefen hier die Grenzen zwischen dem schwäbischen Riesgau und dem fränkischen Maulachgau sowie zwischen den Bistümern Würzburg und Augsburg. Bis heute läuft durch die Gemeinde eine Mundartgrenze: In Matzenbach und Unterdeufstetten spricht man schwäbisch mit fränkischen Einsprengseln, in den übrigen Orten hohenlohisch-fränkischen Dialekt. Im Mittelalter bildeten sich hier mehrere Rittergüter, darunter Wildenstein, Matzenbach, Lautenbach und Bernhardsweiler; nach dem Dreißigjährigen Krieg gaben deren Besitzer heimatlos gewordenen Familien, den sogenannten Jenischen, auf ihrem Grund eine Bleibe. Das Schloss Wildenstein stammt aus dem 16. Jahrhundert, und im Wald bei Matzenbach steht die Wallfahrtskapelle Matzenbacher Bild, deren Marienwallfahrt auf das 18. Jahrhundert zurückgeht.
Auf 34,3 km² zählt die Postleitzahl 4.615 Einwohnerinnen und Einwohner, was 135 je Quadratkilometer entspricht. Über die Anschlussstelle Dinkelsbühl/Fichtenau ist die Gemeinde an die Bundesautobahn 7 angebunden, die von Flensburg bis Füssen führt.