Über die Postleitzahl 74594
An der Landesgrenze zu Bayern, im Osten des Landkreises Schwäbisch Hall, liegt die Gemeinde Kreßberg. Als einzige Gemeinde im Kreis Schwäbisch Hall entwässert Kreßberg zum größten Teil nicht zum Neckar, sondern über die Zwergwörnitz auf der anderen Seite der Wasserscheide zur Donau. Zur Postleitzahl zählen die Ortsteile Marktlustenau, Waldtann, Leukershausen und Mariäkappel sowie mit dem Weiler Gumpenweiler ein Ort der bayerischen Gemeinde Schnelldorf, der abweichend von seiner Gemeindezugehörigkeit die Postleitzahl von Kreßberg trägt.
Erste Siedlungen im Gemeindegebiet entstanden zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert. Die Herren von Kreßberg, ab 1252 fassbar, besaßen die Burg Hohenkressberg, deren Herrschaft sich auch auf mehrere Wälderdörfer erstreckte; nach deren Zerstörung am Ende des Dreißigjährigen Kriegs entstand als Ersatz das Schloss im Weiler Tempelhof, das später als kirchliche Kinderrettungsanstalt und Lehrerbildungsanstalt diente. Waldtann, seit 1409 unter diesem Namen belegt, war ein Kondominat mehrerer Herrschaften: 1732 übte Brandenburg-Ansbach die Vogtei über 21 Untertanen aus, die Reichsstadt Dinkelsbühl über 18. Leukershausen erscheint erstmals 1285 urkundlich und war Sitz einer schon damals nachweisbaren Pfarrei. Im Ortsteil Marktlustenau hat KE Elektronik seinen Hauptsitz, ein weltweit tätiger Zulieferer für Fahrzeug- und Flugzeugbau mit mehreren tausend Beschäftigten.
Auf 49,1 km² zählt die Postleitzahl 3.973 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 81 je Quadratkilometer. Die von Crailsheim kommende Landesstraße L 1066 verbindet Leukershausen mit der bayerischen Landesgrenze, wo sie als Staatsstraße 1066 weiterführt.