Über die Postleitzahl 75210
Keltern liegt im Enzkreis am Rand des Nordschwarzwalds, etwa acht Kilometer von Pforzheim und 21 Kilometer von Karlsruhe entfernt. Die Gemeinde entstand 1972 durch den Zusammenschluss von Dietlingen, Ellmendingen, Niebelsbach und Weiler, wobei Dietenhausen bereits ein Jahr zuvor Ellmendingen zugeschlagen worden war. An der PLZ haben die fünf Ortsteile mit rund 42, 25, 17, 13 und 4 Prozent unterschiedlich große Anteile.
Urkundliche Berührungen reichen für Ellmendingen und Dietenhausen bis 919 zurück, für Dietlingen bis ins 11. Jahrhundert; dort sind Reste einer 1250 errichteten und 1410 gotisch umgestalteten Wehrkirche erhalten. Zwischen 1901 und 1967 verband eine als Panoramabahn bekannte Kleinbahn die Ortsteile untereinander, bis ein Tornado 1968 die Strecke teilweise zerstörte und ihr Ende einläutete.
Ellmendingen, Verwaltungssitz und zweitgrößter Ortsteil, wurde 919 als Alsmindiga erstmals genannt; im dortigen Wohnhaus in der Durlacher Straße lebte der junge Johannes Kepler von 1579 bis 1584, während sein Vater das Gasthaus Sonne führte, und die wehrhafte Barbarakirche steht über den Resten eines römischen Heiligtums. Weiler wurde 1219 als Wilre erstmals erwähnt; durch den Ort fließt die obere Pfinz durch eine kleinteilige Wiesen- und Obstbaumlandschaft.
Keltern gehört zum Kraichgauer Teil des badischen Weinbaugebiets; auf rund fünfunddreißig Hektar bauen mehrere Winzer, darunter die beiden größten nach ökologischen Ecovin-Richtlinien, vor allem Spätburgunder und Schwarzriesling an. Auf 29,7 km² leben 8.746 Menschen, das entspricht 294 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Pforzheim, Remchingen, Birkenfeld, Kämpfelbach, Straubenhardt und Karlsbad.