Über die Postleitzahl 76307
Karlsbad am Nordrand des Schwarzwalds im südlichen Landkreis Karlsruhe entstand 1971 aus den fünf bis dahin selbstständigen Gemeinden Auerbach, Ittersbach, Langensteinbach, Mutschelbach und Spielberg, die alle zur Postleitzahl 76307 gehören.
Der Name der Gemeinde bezieht sich nicht auf das böhmische Karlsbad, sondern auf ein Fürstenbad, das Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach, der Gründer von Karlsruhe, 1719 in Langensteinbach errichten ließ. Langensteinbach selbst wird bereits 1197 erstmals erwähnt und war im 18. Jahrhundert als Kurort bekannt.
Spielberg wurde von Grünwettersbach aus besiedelt; die Grafen von Zweibrücken und Eberstein verpfändeten den Ort 1281 an die Markgrafschaft Baden, bevor er 1296 an das Kloster Herrenalb verkauft wurde; seine Bewohner tragen bis heute den Necknamen „Gockler“. Im benachbarten Ittersbach, erstmals 1232 als Utilspur erwähnt, liegt die im 15. Jahrhundert abgegangene Wüstung Wolmersbur; bis zur Gründung Karlsbads 1971 gehörte der Ort noch zum Landkreis Pforzheim.
In Auerbach reichen die Siedlungsspuren bis ins achte vorchristliche Jahrhundert zurück, 1897 entdeckte man dort die Reste eines keltischen Hügelgrabes der Helvetier. Mutschelbach wiederum bestand ursprünglich aus dem badischen Obermutschelbach und dem württembergischen Untermutschelbach – hier verlief einst die Landesgrenze zwischen beiden Territorien.
16.153 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 37,9 km², das sind 426 je Quadratkilometer. Nachbar-Postleitzahlen liegen in Karlsruhe, Ettlingen, Waldbronn und Marxzell.