Über die Postleitzahl 75239
Eisingen liegt im westlichen Enzkreis nördlich von Pforzheim und deckt sich fast vollständig mit der gleichnamigen Gemeinde, zu der außer dem Dorf keine weiteren Ortschaften gehören; man unterscheidet lediglich den alten Ortskern vom größtenteils aus Hochhäusern bestehenden Wohngebiet Waldpark.
Eine Schenkungsurkunde des Konstanzer Bischofs an das Kloster Reichenau belegt die Besiedlung bereits für die Jahre 827 bis 830. Nach mehreren Herrschaftswechseln im Mittelalter kam der Ort im 15. Jahrhundert unter die Markgrafschaft Baden; nach der Gebietsteilung von 1535 zählte er zum Oberamt Pforzheim in Baden-Durlach. Seit 1806 war Eisingen Teil des Großherzogtums Baden, seit der Kreisreform von 1973 gehört es zum Enzkreis.
Die mittelalterliche Margarethenkirche wird 1344 erstmals genannt und trägt eine 1493 in Speyer gegossene Glocke, ihr Langhaus wurde 1880 erneuert. In der historischen Kelter von 1556 erinnert ein kleines Weinmuseum an den örtlichen Weinbau, dem alle zwei Jahre das Eisinger Kelterfest gewidmet ist. Nordöstlich des Dorfes liegen das Alte und das Neue Eisinger Loch, zwei Einsturzdolinen einer zu Karstbildung neigenden Hochfläche; das 1966 entstandene neuere Loch lässt sich von zwei Plattformen aus besichtigen. Auf der Gemarkung liegt zudem die Wüstung Huchenfeld, die zufällig denselben Namen trägt wie ein Pforzheimer Stadtteil einige Kilometer weiter südlich.
Eisingen besitzt keinen eigenen Bahnanschluss, die nächsten Bahnhöfe liegen in Pforzheim, Ispringen und Königsbach; Busse verbinden den Ort mit beiden Richtungen. Auf 8,0 km² leben 4.579 Menschen, das ergibt 572 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Pforzheim, Königsbach-Stein, Ispringen, Kämpfelbach und Neulingen.