Über die Postleitzahl 77833
Zwischen Schwarzwald und Rhein, in der Oberrheinischen Tiefebene rund 2,5 Kilometer südlich von Bühl, liegt Ottersweier und bildet zusammen mit seinem Ortsteil Unzhurst den größten Teil der Postleitzahl 77833. Beide Ortsteile gelten zugleich als eigene Wohnbezirke der Gemeinde, kleinere Anteile entfallen auf die Gemeinden Lauf und Sasbach. Ein Teil des Naturschutzgebiets Waldhägenich liegt auf ihrer Gemarkung.
Eine erste Kirche in Ottersweier wird vermutlich schon im 8. Jahrhundert erwähnt, sicher belegt ist ein gotischer Neubau im 13. Jahrhundert, dessen Chorraum und Turm später in die heutige Kirche integriert wurden. Die verwitwete Markgräfin Maria Viktoria Pauline von Arenberg zog 1774 von Baden-Baden nach Ottersweier und gründete im einstigen Jesuiten-Residenzhaus eine Klosterschule der Augustiner-Chorfrauen, in der junge Mädchen auf ihre Rolle als Mütter und Erzieherinnen vorbereitet wurden. Das heutige Gemeindegebiet entstand aus den einst selbständigen Orten Ottersweier, Hatzenweier, Unzhurst und weiteren Gemarkungen; Hatzenweier wurde 1936 ohne Gemeinderatsbeschluss durch den damaligen Gauleiter angegliedert. Der Bahnhof Ottersweier an der Strecke Mannheim–Basel dient seit 1989 nur noch dem Wenden von Leerfahrten der Karlsruher Stadtbahn.
Die Postleitzahl 77833 umfasst 26,1 km², hier leben 6.361 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 243 je Quadratkilometer. Ottersweier ist über eine Verwaltungsgemeinschaft mit Bühl verbunden, weitere Nachbarn sind Lichtenau, Achern und Sasbach.