Über die Postleitzahl 77839
Am östlichen Rheinufer im Hanauerland, zwischen den Städten Rheinau und Rheinmünster, liegt die Stadt Lichtenau mit ihren Ortsteilen Ulm, Scherzheim, Muckenschopf und Grauelsbaum, die zusammen die Postleitzahl 77839 bilden. Die Stadt geht auf eine Wasserburg zurück, mit deren Bau das Adelsgeschlecht Lichtenberg gegen Ende des 13. Jahrhunderts begann – teils unter Verwendung von Abbruchmaterial der eroberten elsässischen Burg Krax –, und die zugehörige Siedlung erhielt schon 1300 durch König Albrecht das Hagenauer Stadtrecht.
Über die Erbfolge kam Lichtenau 1736 an Hessen-Darmstadt, ehe es 1803 an das neu gebildete Kurfürstentum Baden fiel. Die Ortsteile wurden erst nach und nach eingemeindet: Scherzheim 1972 als erste Gemeinde überhaupt, gefolgt von Ulm 1973, Muckenschopf 1974 und Grauelsbaum 1975. In Scherzheim steht mit der 1811 errichteten Kirche der erste Bau des badischen Baumeisters Friedrich Weinbrenner, der zum Vorbild für zahlreiche klassizistische Kirchen in Baden wurde. Lichtenau bildet zudem den Endpunkt der Badischen Spargelstraße, im Ortsteil Grauelsbaum betreibt ein ansässiges Unternehmen einen Baggersee, und durch das Stadtgebiet führt der als Eurovelo-Route 15 ausgewiesene Rheinradweg.
Die Postleitzahl 77839 umfasst 28,7 km² mit 4.886 Einwohnerinnen und Einwohnern, das entspricht 170 je Quadratkilometer. Nachbarn sind unter anderem Rheinmünster, Ottersweier, Achern und Rheinau.