Über die Postleitzahl 77855
Am Fuß des nördlichen Schwarzwalds, am Eingang des Achertals, liegt die Große Kreisstadt Achern, die mit ihren Stadtteilen Oberachern, Önsbach, Fautenbach, Großweier, Mösbach, Gamshurst und Wagshurst fast die gesamte Postleitzahl 77855 bildet; ein kleinerer Teil entfällt auf die benachbarte Stadt Renchen. Die namensgebende Acher durchfließt das Stadtgebiet von Südosten kommend über Oberachern und die Altstadt in Richtung Rhein.
Achern wurde um 1095 erstmals als Acchara erwähnt, Ausgrabungen deuten aber schon auf einen römischen Gutshof hin. Wahrzeichen der Stadt ist die um 1300 erbaute St.-Nikolaus-Kapelle, das „Klauskirchl“ mit seinem runden Ecktürmchen. Der größte Stadtteil Oberachern besaß im Mittelalter ungewöhnlicherweise gleich zwei eigene Pfarrgemeinden, und auf Gamshurster Gemarkung wurden zwischen 1810 und 1885 mehrfach gallische Goldmünzen gefunden, von denen eine heute im Badischen Landesmuseum Karlsruhe zu sehen ist. 1940 richteten die Nationalsozialisten in der aufgelösten Heil- und Pflegeanstalt Illenau eine „Reichsschule für Volksdeutsche“ ein, in der bis 1944 Schülerinnen aus Südtirol unterrichtet wurden. Die eingemeindeten Stadtteile Wagshurst und Gamshurst tragen mit ihrer Endung „-hurst“ vermutlich auf sächsische Siedler zurückgehende Ortsnamen.
Auf 70,2 km² zählt die Postleitzahl 77855 25.610 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 365 je Quadratkilometer. Die Achertalbahn verbindet Achern mit Ottenhöfen, Nachbarn sind unter anderem Ottersweier, Sasbach, Kappelrodeck und Rheinau.