Über die Postleitzahl 77889
Seebach liegt im oberen Achertal am Ostrand des Ortenaukreises, dort, wo die Acher entspringt. Die Postleitzahl umfasst zum größten Teil die Gemeinde Seebach mit ihren Rotten Grimmerswald, Hilsenhof und Sommerseite, dazu einen kleinen Anteil der Nachbargemeinde Sasbach.
Die ersten Höfe im oberen Achertal entstanden im 11. und 12. Jahrhundert, der Name Seebach ist seit 1347 belegt, als ein Besitzverzeichnis des Klosters Allerheiligen Güter im Lenderswald erwähnte. Bis 1803 unterstand der Ort dem Bistum Straßburg, danach kam er an Baden und wurde 1818 zur eigenständigen Gemeinde. Auf dem Gebiet liegt der Mummelsee, mit 800 Metern Umfang und 17 Metern Tiefe einer der größten und tiefsten der sieben Karseen des Schwarzwalds, direkt an der Schwarzwaldhochstraße gelegen. Auf der Hornisgrinde steht seit 1909 der vom Badischen Schwarzwaldverein errichtete Hornisgrindeturm, der 2005 zum Denkmal des Monats gekürt wurde. Von der einstigen Land- und Forstwirtschaft zeugen historische Mühlen wie die über 250 Jahre alte Vollmers Mühle und das schon im 9. Jahrhundert genutzte Silberbergwerk Silbergründle.
Heute prägen neben rund 100 Kleinbrennereien für Obst und Topinambur vor allem Sägewerke, Handwerksbetriebe und der Tourismus die Wirtschaft. Auf 20,7 km² zählt die Nationalparkgemeinde 1.446 Einwohnerinnen und Einwohner, was 70 je Quadratkilometer ergibt. Nachbarorte sind Sasbachwalden, Kappelrodeck und Ottenhöfen im Schwarzwald.