Über die Postleitzahl 77887
Sasbachwalden, mundartlich Saschwalle genannt, liegt am Westrand des Nordschwarzwalds im Ortenaukreis und ist als staatlich anerkannter Kneipp- und Heilklimatischer Kurort ausgewiesen. Der weit überwiegende Teil der Postleitzahl gehört zur gleichnamigen Gemeinde, ein kleinerer Anteil reicht in den Nachbarort Sasbach und dessen Ortsteil Obersasbach.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1347, gewachsen ist er nicht um einen geschlossenen Dorfkern, sondern aus verstreuten Weilern und Einzelhöfen wie Auf der Eck, Büchelbach oder Hohritt. Eine 1644 verfasste Dorfordnung regelte einst die Aufgaben von Heimburger, Viehhirt und Schweinehirt. Prägend sind bis heute Weinbau und die Erzeugung von Schwarzwälder Kirschwasser; aus den Sasbachwaldener Weinlagen stammten mehrere Trägerinnen des Titels Badische Weinkönigin. Weil es lange keine Breitbandversorgung gab, baute die Gemeinde 2011 in Eigenregie ein eigenes Glasfasernetz bis in jedes Gebäude. Der denkmalgeschützte Ortskern beherbergt neben Winzerstuben auch das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant Fallert.
Zu den bekannten Ausflugszielen zählen die Gaishöll-Wasserfälle, die Burgruine Hohenrode und ein Erlebnisfreibad mit 55 Meter langer Riesenrutsche. Auf 17,0 km² kommen 2.593 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 152 je Quadratkilometer. Weil sich das Tal nach Westen öffnet, reicht der Blick von hier weit über die Rheinebene, an klaren Tagen sogar bis zu den Vogesen; Nachbarorte sind Lauf, Sasbach und Seebach.