Über die Postleitzahl 78337
Am äußersten Westzipfel des Bodensees, dem Untersee, liegt Öhningen, größte Gemeinde der Halbinsel Höri und staatlich anerkannter Erholungsort direkt an der Schweizer Grenze. Die Postleitzahl 78337 umfasst neben dem Hauptort die Ortsteile Schienen auf dem gleichnamigen Bergrücken und Wangen am See, die 1975 eingemeindet wurden. Öhningen taucht erstmals im Jahr 788 auf, als ein gewisser Iringus dem Kloster St. Gallen seinen dortigen Besitz vermachte; 965 stiftete Graf Kuno von Öhningen an gleicher Stelle ein Benediktinerkloster, dessen Kirche heute als Pfarrkirche St. Hippolyt und Verena dient.
In der Wangener Bucht wurden bereits um 1850 die ersten Pfahlbaufunde am Bodensee entdeckt, Siedlungsspuren reichen von der Pfyner bis zur Horgener Kultur zurück; die Fundstelle zählt seit 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe der Pfahlbauten um die Alpen. In Wangen entstand im 17. Jahrhundert eine jüdische Landgemeinde mit eigener Synagoge von 1827, die 1938 in der Pogromnacht zerstört wurde; 1940 wurden die letzten jüdischen Bewohner der Höri und des Hegaus über Radolfzell ins Lager Gurs deportiert. Auf dem Schiener Berg entwickelte sich im 9. Jahrhundert um eine Michaelskapelle das Kloster Schienen mit einer frühromanischen Basilika aus dem 11. Jahrhundert.
Auf 28,1 km² zählt die Postleitzahl 78337 3.585 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 128 je Quadratkilometer. Der Bodensee-Radweg führt als Teil mehrerer europäischer Fernrouten durch die Gemeinde, Nachbarorte sind unter anderem Singen, Gaienhofen und Moos.