Über die Postleitzahl 78345
Auf der Halbinsel Höri am Ufer des Bodensees liegt die Gemeinde Moos, die 1974 durch den Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Orte Bankholzen, Iznang, Moos und Weiler entstand und fast die gesamte Postleitzahl 78345 bildet – die vier Ortsteile tragen dabei annähernd gleich große Flächenanteile. Bankholzen wird bereits 1050 als Herkunftsbezeichnung eines Adligen erwähnt und gehörte seit dem 14. Jahrhundert zur Herrschaft Bohlingen; im Dreißigjährigen Krieg brannte der Ort 1633 bis auf drei Häuser nieder.
In Iznang steht das Geburtshaus von Franz Anton Mesmer, dem Begründer des Mesmerismus, an das seit 2013 auch eine Büste am Hafen erinnert. Jährlich am Montag nach dem dritten Julisonntag rudern die Bewohner von Moos in blumengeschmückten Booten zum Hausherrenfest nach Radolfzell – eine Wasserprozession, die auf ein Gelübde aus dem Jahr 1797 zur Bewahrung vor einer Viehseuche zurückgeht und schriftlich seit 1839 belegt ist. Der Gemüsebau prägt bis heute besonders den ufernahen Teil der Gemeinde.
Auf 14,3 km² zählt die Postleitzahl 78345 3.421 Einwohnerinnen und Einwohner, was 239 je Quadratkilometer ergibt. Der Bodensee-Radweg trifft in Moos auf den Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg, der von Donaueschingen über Tengen und Singen hierher führt; Nachbarorte sind unter anderem Radolfzell, Öhningen und Gaienhofen.