Über die Postleitzahl 78609
Tuningen liegt auf der Baar zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb und gehört, anders als die meisten Nachbarorte auf dem Heuberg, zum Schwarzwald-Baar-Kreis; die Gemeinde ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Villingen-Schwenningen. Erwähnt wird der Ort erstmals 797 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen. Nach der Zeit im Herzogtum Schwaben und unter den Grafen von Lupfen gehörte Tuningen seit 1444 zu Württemberg und zum Amt Tuttlingen; im späten 19. Jahrhundert lag es bei den Einwohnerzahlen im Oberamt Tuttlingen an dritter Stelle, hinter der Oberamtsstadt selbst und Trossingen. Erst die Kreisreform von 1973 brachte den Wechsel zum Schwarzwald-Baar-Kreis.
Im Wald Heidelburg, zwei Kilometer östlich der evangelischen Michaelskirche gelegen, findet sich eine viereckige Erdbefestigung, die vermutlich aus keltischer Zeit stammt. Die Michaelskirche selbst hatte einst eine dem heiligen Gallus geweihte Vorläuferkirche zwischen Tuningen und dem Nachbarort Sunthausen, die wohl im Dreißigjährigen Krieg unterging. Seit der 1200-Jahr-Feier 1997 zeigt das Tuninger Heimatmuseum Einblicke in das frühere Alltagsleben. Verkehrlich profitiert der Ort von einer eigenen Anschlussstelle an der A 81 im Kreuz mit der B 523.
Die PLZ 78609 zählt 2.980 Einwohnerinnen und Einwohner auf 15,5 km², das entspricht 192 je Quadratkilometer. Über die Vorwahl 07464 ist Tuningen erreichbar, benachbart liegen Trossingen, Durchhausen und Talheim.