Über die Postleitzahl 78665
Zwischen Rottweil und Tuttlingen, unterhalb des Traufs der südwestlichen Schwäbischen Alb, liegt die Gemeinde Frittlingen, die den überwiegenden Teil der Postleitzahl 78665 bildet – anders als ihre Nachbarn gehört sie bereits zum Landkreis Tuttlingen und zur Verwaltungsgemeinschaft Spaichingen. Von Frittlingen aus ist der rund vier Kilometer entfernte Lemberg zu sehen, mit 1015 Metern die höchste Erhebung der Schwäbischen Alb.
Bereits 797 taucht der Ort in einem Schriftstück des Klosters St. Gallen erstmals auf. Im Mittelalter war der Besitz zwischen mehreren Herrschaften geteilt, unter anderem hatte das Kloster Rottenmünster ab 1306 Anteile am Ort, die endgültig 1623 vollständig an das Kloster fielen. Die katholische Pfarrkirche St. Hippolyt und Kassian stammt vermutlich aus dem 15. Jahrhundert, ihr Kirchenschiff wurde 1876 bis 1878 neu errichtet. Bei der schwäbisch-alemannischen Fasnet tritt die 1936 gegründete Narrenzunft mit eigenen Figuren wie dem „Frittlinger Narr“, der auf das Jahr 1798 zurückgeführt wird, und dem „Kratta-Weib“ auf. Wirtschaftlich prägen kleinere Betriebe der Chirurgie- und Feinmechanik sowie der Aluminiumbearbeitung den Ort.
2.130 Menschen leben auf den 8,7 km² der Postleitzahl, die Bundesautobahn 81 liegt rund 15 Kilometer entfernt. Zu den Nachbargemeinden der angrenzenden Postleitzahlen zählen Aldingen, Gosheim, Denkingen und Wellendingen.