Über die Postleitzahl 78669
Im südwestlichen Albvorland, am Fuß des 1015 Meter hohen Lembergs, der höchsten Erhebung der Schwäbischen Alb, liegt zwischen Rottweil und Spaichingen die Gemeinde Wellendingen. Sie deckt praktisch die gesamte Postleitzahl 78669 ab und gliedert sich in die beiden Ortsteile Wellendingen und Wilflingen, deren Grenzen noch denen der einstmals selbstständigen gleichnamigen Gemeinden entsprechen.
Wellendingen wurde 1258 erstmals urkundlich erwähnt und war im 13. Jahrhundert Sitz eines gleichnamigen Adelsgeschlechts. Als Besitz der Ifflinger von Granegg wurde der Ort 1540 während der sogenannten Landenbergischen Fehde stark verwüstet; von 1608 bis 1805 gehörte er dann den Freiherren von Freyberg. Wilflingen liegt kirchlich bis heute als Exklave im Erzbistum Freiburg, während die übrige Gemeinde zur Diözese Rottenburg-Stuttgart zählt – eine Folge davon, dass der Ort erst 1969 vom Landkreis Hechingen zum Landkreis Rottweil kam und 1974 nach Wellendingen eingemeindet wurde. Das ehemalige, heute barockisierte Schloss Wellendingen dient als Rathaus und bewahrt historische Deckengestaltungen samt einem Epitaph im Eingangsbereich; die freistehende St.-Ulrich-Kirche in der Ortsmitte erhielt 1937 nach einem teilweisen Abbruch einen Neubau.
3.256 Menschen leben auf den 17,4 km² der Postleitzahl, was einer Dichte von 187 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht. Die Landesstraße 434 verbindet den Ort mit Schömberg, verkehrlich liegt Wellendingen zudem an zwei Kreisstraßen. Zu den Nachbarorten der angrenzenden Postleitzahlen zählen Schömberg, Gosheim, Deilingen und Frittlingen.