Über die Postleitzahl 72355
Schömberg im Zollernalbkreis wird von Einheimischen kurz und knapp „Städtle“ genannt und bildet das Zentrum des Gemeindeverwaltungsverbandes Oberes Schlichemtal. Zur Stadt gehört der südlich gelegene Stadtteil Schörzingen, auf dessen Gemarkung mit dem 1010 Meter hohen Oberhohenberg der zweithöchste Berg der Schwäbischen Alb liegt – einst Standort der gleichnamigen Stammburg der Grafen von Hohenberg, heute Erlebnistreff mit Aussichtsplattform.
Erstmals erwähnt wurde Schömberg 1255, als ein Graf von Zollern seinem Freund die Kirche in Balingen verlieh. Die Frühe Neuzeit brachte auch Hexenverfolgung: 1554 und 1607 wurden zwei Schömberger Frauen in Rottweil hingerichtet, 2015 beschloss der Rottweiler Stadtrat ihre Rehabilitierung. Auf seiner dritten Schweizreise beschrieb Goethe 1797 den steilen Abstieg durch den engen, in Mauern eingezwängten Ort. Als Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fasnet ist Schömberg für den traditionellen Narrentanz „Bolanes“ bekannt, an die Zwangsarbeit im KZ Schömberg und im benachbarten KZ Schörzingen erinnert die Gedenkstätte Eckerwald.
Auf 23,2 km² zählt Schömberg 4.667 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 201 je Quadratkilometer. Die Postleitzahl grenzt unter anderem an Dautmergen, Dormettingen und Dotternhausen.