Über die Postleitzahl 79733
Im Hotzenwald, dem südöstlichen Ausläufer des Schwarzwalds, liegt am Rand des Albtals die Gemeinde Görwihl im Landkreis Waldshut. Die heutige Gemeinde entstand 1975 durch den Zusammenschluss von Görwihl mit Engelschwand, Niederwihl, Oberwihl, Rüßwihl, Segeten und Strittmatt; Rotzingen und Hartschwand waren bereits 1971 beziehungsweise 1972 eingemeindet worden.
Der Ortsname leitet sich von „Ger-Weiler“ ab – althochdeutsch für Speer, weil der Ort einst die Form einer Speerspitze hatte. Urkundlich erwähnt ist Görwihl seit 1193 als Gerswillare; über Jahrhunderte gehörte es zur Grafschaft Hauenstein und damit zu Vorderösterreich und entwickelte sich zum Zentrum der Hotzenwälder Einungen, ehe es 1806 an das neu gegründete Großherzogtum Baden kam. Die katholische Kirche St. Bartholomäus wurde nach einem Blitzschlag zwischen 1838 und 1839 unter Erhalt des alten Turms wiederaufgebaut. Etwa 60 Prozent der Gemeindefläche sind bewaldet.
Im Ortsteil Tiefenstein im Albtal erinnern die Ruinen der Iburg und der Burg Tiefenstein an eine frühe Wallburg; der Weiler ist einer der kleineren Ortsteile der Gemeinde. Das Heimatmuseum zeigt Exponate zur Salpetersiederei im Hotzenwald, darunter einen automatischen Webstuhl, und die Krai-Woog-Gumpen ist eine Gletschermühle mit kleinem Wasserfall am Schwarzenbächle.
4.183 Menschen leben auf 50,3 km², das entspricht 83 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbar-Postleitzahlen liegen unter anderem in Laufenburg (Baden), Herrischried und Albbruck.