Über die Postleitzahl 79787
Lauchringen liegt im Landkreis Waldshut und bildet mit Waldshut-Tiengen eine Verwaltungsgemeinschaft. Als Gesamtgemeinde besteht der Ort erst seit 1971, gebildet aus dem Zusammenschluss von Oberlauchringen und Unterlauchringen, die sich bis ins 19. Jahrhundert unabhängig voneinander entwickelt hatten.
Oberlauchringen ist der deutlich ältere Teilort: Als „villa Louchringen“ ist er bereits 860 in einer Urkunde des Klosters Rheinau bezeugt. Unterlauchringen dagegen entstand erst rund um die mittelalterliche Mühle am Wutach-Lauffen und wurde erst in der Nachkriegszeit, geprägt von der Textilfabrik Lauffenmühle, zum Hauptort mit Gemeindeverwaltung und Geschäftsstraße. Getrennt waren beide Orte lange auch durch ihre Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Landgrafschaften – Unterlauchringen zu Stühlingen, Oberlauchringen zum Klettgau – sowie durch die Wutach selbst, die das Gelände häufig versumpfen ließ.
In Unterlauchringen bildet die Wutach einen der wuchtigsten natürlichen Wasserfälle Deutschlands, auch wenn die Wasserableitung in den Mühlkanal ihn zeitweise fast trockenfallen lässt. Im Ortsteil Oberlauchringen steht mit dem Gasthaus Adler eines der ältesten Gasthäuser der Region, erstmals in einem Urbar von 1303 bis 1308 erwähnt; zeitweise tagte hier das Freie Kaiserliche Landgericht Klettgau.
8.025 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 12,7 km², das ergibt 633 je Quadratkilometer. Zwei Stationen an der Hochrheinbahn erschließen den Ort, hier zweigt zudem die Wutachtalbahn ab.