Über die Postleitzahl 83093
Zwischen Simssee und Chiemsee liegt der Markt Bad Endorf im Landkreis Rosenheim, dessen Gemeindegebiet mit Simssee, Langbürgner See, Schloßsee, Pelhamer See und knapp einem Dutzend kleinerer Gewässer im Naturschutzgebiet Eggstätt-Hemhofer Seenplatte zu den seenreichsten Bayerns zählt. Erstmals erwähnt wurde der Ort 924 als „Zennidorf“ in den Salzburger Erzbischofsarchiven; bis 1987 hieß er amtlich Endorf i.OB, bevor er nach der Anerkennung als Heilbad die Bezeichnung „Bad“ annahm. 2024 beging die Gemeinde ihr 1100-jähriges Bestehen mit Markttagen und Konzerten.
Zum Heilbad wurde Bad Endorf durch einen Zufallsfund: 1963 stieß man bei einer Erdölbohrung in fast 4850 Metern Tiefe auf jodhaltiges Heilwasser. Die heutige Therme und die Simssee Klinik zählen mit rund 600 Arbeitsplätzen zu den größten Arbeitgebern der Gegend. Zur Marktgemeinde gehören auch die Ortsteile Antwort, Hemhof, Hirnsberg und Mauerkirchen, deren Namen zum Teil bis in die Römerzeit zurückreichen; bei Hirnsberg stand einst eine Burg, die Herzog Stephan von Bayern 1378 schleifen ließ. Die Theatergesellschaft Bad Endorf gilt als drittältestes Theater Bayerns.
Die Postleitzahl umfasst 40,0 km² mit 8.233 Einwohnerinnen und Einwohnern, das ergibt 206 je km². Durch den Ort führt seit 1860 die Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg, benachbart liegen unter anderem Eggstätt, Halfing und Rimsting am Chiemsee.