Über die Postleitzahl 83071
Stephanskirchen zählt zu den größten Gemeinden im oberbayerischen Landkreis Rosenheim und liegt zwischen dem Inn im Westen und dem Simssee im Osten. Rathaus und Verwaltung sitzen im Gemeindeteil Schloßberg, der wegen seiner Nähe zur Stadt Rosenheim erst im 20. Jahrhundert zum bevölkerungsreichsten Gemeindeteil wurde. Zur Gemeinde zählen außerdem Baierbach, Haidholzen und Waldering sowie eine Vielzahl kleinerer Weiler wie Sims, Leonhardspfunzen oder Westerndorf.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1130 als „stevenchirgen“, doch reichen Siedlungsspuren im Doblergraben und am Ziegelberg bis ins dritte und vierte Jahrtausend vor Christus zurück. Auf dem Schloßberg stand einst die Burg Rosenheim, ein Verwaltungs- und Gerichtssitz der Wittelsbacher, der im Spanischen Erbfolgekrieg zerstört und 1745 endgültig gesprengt wurde. Von den Pestepidemien des Dreißigjährigen Krieges erzählt noch heute ein Gedenkstein zwischen Kieling und Baierbach. Im Gemeindeteil Haidholzen bestand von November 1944 bis April 1945 ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau. Zur Wirtschaft der Gegenwart zählen Unternehmen wie Arnold & Richter Cine Technik, die Hamberger Industriewerke und Marc O'Polo; die Grund- und Mittelschule trägt den Namen des in Haidholzen ansässigen Schriftstellers Otfried Preußler.
Die Gemeinde liegt auf einer glazial geformten Hochebene des Rosenheimer Beckens, in der sich zahlreiche Findlinge aus der Zeit des Inn-Gletschers finden. In dieser Postleitzahl leben auf 26,4 km² 9.954 Menschen, das sind 377 je km². Die Bahnstrecke München–Salzburg führt durch die Gemeinde, benachbart liegen unter anderem Rosenheim, Riedering und Bad Endorf.