Über die Postleitzahl 83123
Im Chiemgau, etwa in der Mitte zwischen Chiemsee und Wasserburg am Inn, liegt das Pfarrdorf Amerang, dessen Geschichte seit dem Mittelalter eng mit dem Schloss Amerang verbunden ist. Nacheinander waren dort die Edelfreien von Amerang, die Edlen von Laiming, das italienische Adelsgeschlecht der Scaliger, die Grafen von Lamberg und seit 1821 die Freiherren von Crailsheim als Lehensherren ansässig – Letztere stellen die Schlossherrschaft ununterbrochen über viele Generationen bis heute. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort um 788, seine heutige Form erhielt die Gemeinde vor allem 1971 mit der Eingliederung von Evenhausen und Kirchensur.
Im weitläufigen Freilichtmuseum Amerang stehen historische Bauernhöfe aus vier Jahrhunderten, vom frühen 16. bis ins frühe 20. Jahrhundert, mit ihrer ursprünglichen Einrichtung, ergänzt um eine multimediale Sammlung zur Automobilgeschichte. Der Ortsteil Evenhausen wird bereits 1077 in einer Urkunde Heinrichs IV. erwähnt, seine Pfarrkirche und die umliegenden Höfe gehörten bis zur Säkularisation 1803 dem Kloster Frauenchiemsee. Die Weltmusikgruppe Quadro Nuevo hat Ameranger Wurzeln, und im Ameranger Moos, zwei Kilometer westlich des Ortes, führen Lehrpfade durch eine Moorlandschaft rund um zwei kleine Seen.
Auf 39,7 km² zählt die Postleitzahl 3.608 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 91 je km². Die Bundesstraße 304 verläuft sechs Kilometer nördlich, benachbart liegen unter anderem Obing, Halfing und Pittenhart.