Über die Postleitzahl 83259
Schleching liegt im Chiemgau an der Grenze zu Tirol, mitten im Achental, umgeben von Bergen wie Hochplatte, Hochgern und dem Blumenberg mit dem Naturschutzgebiet Geigelstein. Zur Gemeinde zählen Ortsteile wie Raiten, Ettenhausen und Streichen.
Der Ort wird als „Slehingin“ erstmals zwischen 1122 und 1147 in Schenkungsurkunden der Klöster Baumburg und St. Peter in Salzburg sowie des Salzburger Domkapitels genannt. Die meisten Bewohner waren bis Anfang des 19. Jahrhunderts unfreie Bauern, Untertanen sowohl des bayerischen Herzogs als auch des Salzburger Erzbischofs. Kirchlich stieg Schleching 1709 zur Kuratie und erst 1921 zur eigenständigen Pfarrei auf; seit 2017 gehört der Ort zur internationalen Alpenvereinsinitiative Bergsteigerdörfer.
Zu den Bauwerken zählen die zwischen 1735 und 1758 von Abraham Millauer errichtete Pfarrkirche St. Remigius, ein Friedhof mit zahlreichen schmiedeeisernen Grabkreuzen sowie zwei Wallfahrtskirchen: Maria zu den sieben Linden in Raiten und die sogenannte Streichenkirche, deren Fresken ins 15. und 16. Jahrhundert zurückreichen. In Raiten steht zudem eine Hammerschmiede von 1697.
Südlich von Ettenhausen liegt das Naturschutzgebiet Durchbruchstal der Tiroler Achen direkt an der österreichischen Grenze, und von Raiten aus führt das Tal weiter bis nach Tirol. Auf 45,0 km² leben 1.658 Einwohnerinnen und Einwohner, was 37 je Quadratkilometer entspricht. Nachbarn sind Grassau, Aschau im Chiemgau, Unterwössen und Marquartstein, die Vorwahl ist 08649.