Über die Postleitzahl 83562
Rechtmehring im Landkreis Mühldorf am Inn bildet mit der Nachbargemeinde Maitenbeth eine Verwaltungsgemeinschaft. Mehring wird 803 als Moringa in einer Schenkungsurkunde an das Reichskloster Mondsee erstmals genannt; von 1245 an war der Ort bis 1804 Teil der Freien Reichsgrafschaft Haag, und die Kirche des Orts, zunächst Filiale der Pfarrei Kirchdorf, wurde 1380 unter dem Patronat der Grafschaft selbstständig.
Im Mittelalter bildete Rechtmehring als „Amt Mehring" eines von vier Vierteln im ausgedehnten Gebiet der Grafschaft Haag – hier lag ihr Richtplatz, und einige ihrer Hochrichter stammten aus der Gegend. 1567 fiel die Grafschaft nach dem Aussterben der Fraunberger an eine Seitenlinie der Wittelsbacher, ab 1666 war sie persönlicher Besitz der bayerischen Kurfürsten, ehe sie 1804 endgültig an das Kurfürstentum Bayern kam. Sehenswert sind die Pfarrkirche St. Korbinian und die Wallfahrt Maria Hochhaus; im Ortsteil Freimehring steht die barockisierte Filialkirche St. Andreas auf gotischem Grund. Die Gemeinde ist zudem Hauptsitz der Bankhaus RSA eG.
Auf 24,3 km² kommen 2.039 Einwohnerinnen und Einwohner, 84 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Haag in Oberbayern, Edling, Albaching und Maitenbeth.