Über die Postleitzahl 84140
Der Markt Gangkofen liegt im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn, im Tal der Bina, und bildet mit seinen zahlreichen Dörfern und Weilern fast die gesamte Fläche der Postleitzahl. Als westlichste Gemeinde des Kreises grenzt sie an die Landkreise Dingolfing-Landau und Landshut und wird trotz dieser Randlage der Region Rottal zugerechnet, weil sie zum früheren Altlandkreis Eggenfelden gehörte. Zu den Ortsteilen zählen unter anderem Kollbach, Obertrennbach, Reicheneibach und Hölsbrunn, die bis in die 1970er Jahre eigenständige Gemeinden waren.
Urkundlich erwähnt wurde Gangkofen erstmals 889, das Marktrecht erhielt der Ort 1379. Die Deutschordenskommende, 1279 durch eine Schenkung des Grafen Wenhard II. von Leonberg begründet, blieb bis zu ihrer Auflösung 1805/06 die einzige Ordensniederlassung dieser Art in ganz Niederbayern; ihre spätbarocke, dreiflügelige Anlage steht noch nordwestlich der Pfarrkirche. Nach einem großen Brand entstand diese zwischen 1666 und 1670 neu, ihr Turm folgte erst um 1695. Der Marktplatz misst mit 210 mal 18 Metern ein für Niederbayern typisches Verhältnis von 1:8, gesäumt von Häusern mit alten Schweifgiebeln.
Auf 108,4 km² verteilen sich 6.149 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 57 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht. 1875 erhielt Gangkofen mit der Bahnstrecke Mühldorf–Pilsting Anschluss ans Schienennetz; seit rund 2015 ist die Strecke vollständig stillgelegt. Nachbarorte der angrenzenden Postleitzahlen sind unter anderem Frontenhausen, Marklkofen, Aham und Gerzen.