Über die Postleitzahl 84175
Rund zehn Kilometer nordöstlich von Vilsbiburg, an der Großen Vils gelegen, teilen sich im östlichen Teil des Landkreises Landshut zwei Gemeinden die Postleitzahl 84175: Gerzen selbst nimmt gut vier Zehntel der Fläche ein, den größeren Rest die Nachbargemeinde Schalkham, die seit der Gebietsreform 1972 mit Gerzen eine Verwaltungsgemeinschaft bildet.
Gerzen zählt mit seiner ersten Erwähnung 887 als „Jorcin“ zu den ältesten Orten im Vilstal und war im Besitz der fränkischen Könige, bevor König Ludwig IV. dem Markt im frühen 14. Jahrhundert das Marktrecht verlieh. Um das Schloss Gerzen und den rechteckigen Marktplatz bildete sich nach 1521 eine Hofmark, die von 1597 bis 1819 den Freiherren von Vieregg gehörte und später vom bayerischen Staatsminister Maximilian von Montgelas erworben wurde. Schalkham dagegen war ursprünglich Königsgut der Karolinger; obwohl Nachbarorte wie Leberskirchen und Johannesbrunn an Einwohnerzahl bald überflügelten, blieb der alte Name als Obmannschaft, Steuerdistrikt und schließlich seit 1818 als Gemeinde bestehen. Im Ortsteil Johannesbrunn wirkte über hundert Jahre der Orden der Barmherzigen Brüder in einem Klosterkomplex, der seit 2000 der Gemeinde Schalkham gehört.
2.714 Menschen leben auf 39,6 km², das ergibt 69 je Quadratkilometer. Die spätgotische Kirche St. Rupert in Leberskirchen stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Zu den Nachbarorten der angrenzenden Postleitzahlen zählen Vilsbiburg, Gangkofen, Bodenkirchen und Aham.