Über die Postleitzahl 94419
Reisbach liegt im Tal der Vils im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau, gut 13 Kilometer südöstlich von Dingolfing. Die Postleitzahl deckt fast die gesamte Marktgemeinde ab, vom ehemals selbstständigen Englmannsberg im Norden, dessen Pfarrkirche St. Willibald im Kern auf das frühe 12. Jahrhundert zurückgeht, bis zu den Weilern rund um Failnbach und Haberskirchen im Süden.
Der Markt gehörte einst zum Rentamt Landshut und besaß ein eigenes Marktgericht mit richterlichen Befugnissen. Zwei große Brände, 1659 und 1835, richteten schwere Schäden an; 1978 wuchs Reisbach durch die bayerische Gebietsreform erheblich. Am langgezogenen Marktplatz stehen die Pfarrkirche St. Michael mit ihrem romanischen Turm und die um 1400 errichtete Wallfahrtskirche St. Salvator mit ihrer Rokokoausstattung. Am östlichen Ortsrand liegt die der heiligen Wolfsindis geweihte Kapelle, unweit davon das einzige bekannte Nibelungengrab Süddeutschlands – 1993 ergänzt durch einen tonnenschweren Granitblock, der an Franz Josef Strauß erinnert.
Auf 94,0 km² kommen 7.642 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 81 je Quadratkilometer. Zur Erholung dient der westlich gelegene Vilsstausee, im Gemeindeteil Fellbach lockt zudem der Bayern-Park. Nachbarorte sind unter anderem Mamming, Simbach und Landau an der Isar, erreichbar über die Vorwahl 08734.