Über die Postleitzahl 85302
Gerolsbach liegt ungefähr im geographischen Mittelpunkt des Dreiecks Ingolstadt, Augsburg und München und bildet fast vollständig die Postleitzahl 85302. Namensgebend ist der gleichnamige Bach, auch Kleine Ilm genannt, ein linker Nebenfluss der Ilm, an dem das Pfarrdorf liegt. Sein Name soll sich vom Priester Kerolt herleiten, der die Urpfarrei zu Beginn des neunten Jahrhunderts leitete; schriftlich fassbar wird der Ort erst im 10. Jahrhundert, als das Kloster Münchsmünster ihn in seinen Urkunden nennt.
Die Gemeinde ist mit 77 Gemeindeteilen auf fünf Gemarkungen sehr kleinteilig gegliedert. Alberzell etwa wird in der Karolingerzeit als „Cella“ eines Alprih erwähnt, sein kleines Gotteshaus geht in seinem ältesten Bauteil auf das ausgehende Mittelalter zurück. Klenau und Strobenried gehörten bis 1972 zum Landkreis Schrobenhausen und kamen erst mit der Landkreisreform zu Pfaffenhofen, ehe sie 1978 als eigenständige Gemeinden aufgelöst und nach Gerolsbach eingegliedert wurden. Die Herren von Gerolsbach selbst sind seit dem ausgehenden 11. Jahrhundert als Ministeriale des Hochstifts Freising nachweisbar, ihr Sitz erlangte als Propstei des Domkapitels den Status einer Hofmark.
Die Postleitzahl zählt 3.722 Einwohnerinnen und Einwohner auf 58,7 km², das ergibt eine Dichte von 63 Personen je Quadratkilometer. Im Gemeindegebiet gibt es unter anderem einen Golfplatz und ein Pferdesportzentrum. Nachbarorte sind Scheyern, Jetzendorf und mehrere Gemeinden des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen wie Hohenwart und Aresing.