Über die Postleitzahl 86579
Im Tal der Paar, im Spargelanbaugebiet Schrobenhausen, liegt die Gemeinde Waidhofen im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Die Postleitzahl 86579 umfasst nahezu die gesamte Gemeinde mit ihren drei Gemarkungen Waidhofen, Diepoltshofen und Wangen – letztere beide waren bis 1971 eigenständige Gemeinden und brachten Orte wie Gröbern, Rachelsbach, Westerbach und Waizenried mit ein.
Von rund 1530 bis 1802 war Waidhofen Sitz einer Thurn-und-Taxis'schen Poststation, der ältesten des ehemaligen Landkreises Schrobenhausen, bevor sie nach Schrobenhausen verlegt wurde. Die Pfarrkirche Mariä Reinigung und St. Wendelin, ein barocker Saalbau von 1718 mit noch gotischem Turm, zeigt Fresken des Innsbrucker Malers Melchior Steidl und gilt mit ihrer Kanzel als eine der vorzüglichsten Stuckkanzeln Altbayerns; die Figur des heiligen Wendelin war im 18. Jahrhundert Ziel einer regen Wallfahrt. Auf dem einstigen Einödhof Hinterkaifeck bei Gröbern, damals zur Gemeinde Wangen gehörig, wurden 1922 sechs Menschen ermordet – der bis heute ungeklärte Fall diente später als Vorlage für den Roman „Tannöd“.
Auf 27,2 km² leben 2.282 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 84 je Quadratkilometer. Fast 60 Prozent der Gemeindefläche werden landwirtschaftlich genutzt.
Die Vorwahl lautet 08443, benachbart liegen Gerolsbach, Schrobenhausen, Hohenwart, Aresing und Brunnen.