Über die Postleitzahl 86672
Im Landkreis Augsburg, an der östlichen Lechleite ungefähr zwischen Augsburg und Donauwörth, liegt die Marktgemeinde Thierhaupten, die die Postleitzahl fast vollständig für sich beansprucht. Sie ist die einzige Gemeinde des schwäbischen Landkreises östlich des Lechs und gehört deshalb zum bairischen statt zum schwäbischen Dialektgebiet. Zur Gemeinde zählen neben dem Hauptort kleinere Weiler: Neukirchen, dazu Hölzlarn, Sparmannseck, Altenbach, Königsbrunn, Weiden und Ötz.
Der Name Thierhaupten soll auf eine frühe germanische Siedlung zurückgehen, an der Köpfe von Tieren aufgestellt worden seien – ein 1776 ausgegrabener Sandstein-Tierkopf gilt als möglicher Beleg dafür. Der Sage nach ließ Herzog Tassilo III. um das Jahr 750 an dieser Stelle das Kloster Thierhaupten errichten, weil er sich bei einer Jagd verirrt und danach ein Gelöbnis eingelöst haben soll. Die ehemalige Benediktinerabtei mit der Klosterkirche St. Peter und Paul prägt den Ort bis heute, ebenso das Klostermühlenmuseum mit seinen historischen Mahl-, Sägemühlen und einem Hadernstampfwerk. Jedes Jahr um den 15. August zieht die mehrtägige Festwoche mit einem von Pferden gezogenen Blumenwagen-Festzug durch den Ort.
Geografisch liegt das Unterdorf im Lechtal, während sich das Oberdorf schon im Hügelland erhebt; durch den Ort fließt die Friedberger Ach, in die bei Thierhaupten die Bitz aus dem Weidener Tal mündet. Auf 39,2 km² kommen 4.056 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 104 je Quadratkilometer. Nachbarorte der angrenzenden Postleitzahlen sind unter anderem Meitingen, Baar und Pöttmes.