Über die Postleitzahl 86874
Der Markt Tussenhausen liegt an der Flossach im Landkreis Unterallgäu, unweit der Kreisstadt Mindelheim und gut 35 Kilometer vom östlich gelegenen Memmingen entfernt. Zur Gemeinde zählen neben dem Hauptort die Pfarrdörfer Mattsies und Zaisertshofen sowie der Weiler Ziegelstadel.
Erstmals erwähnt wird der Ort 943, als König Otto I. das damalige Tuzinhusa der Abtei Kempten übereignete, samt allem, was dazugehörte. Ab 1317 gehörte er zur Lehensherrschaft Angelberg der Familie Fraß von Wolfsberg, 1455 erhob Kaiser Friedrich III. Tussenhausen zum Markt; die Herrschaft Angelberg besaß mit dem Blutbann die hohe Gerichtsbarkeit. Im Bauernkrieg wurde 1525 der Herrschaftsinhaber Conrad II. von Riedheim von aufständischen Bauern gefangen genommen, seine Besitzungen brannten nieder. Nach der Reformation von 1576 kam es 1620 mit Hilfe von Mindelheimer Jesuiten zur Rekatholisierung, 1632 schleppten einquartierte schwedische Soldaten die Pest ein. Der Ortsteil Mattsies ist schon durch eine römische Villa rustica belegt und 1095 als Mazzenziez erstmals urkundlich genannt; heute liegt dort der von der Firma Grob Aircraft betriebene Flugplatz Mindelheim-Mattsies. Zaisertshofen wiederum teilte als Besitz derer von Riedheim bis 1806 das Schicksal der Herrschaft Angelberg und war erst ab 1818 eine eigenständige Gemeinde, ehe es 1978 zusammen mit Mattsies nach Tussenhausen eingemeindet wurde.
In der Gemeinde leben 3.032 Einwohnerinnen und Einwohner auf 41,7 km², das ergibt eine Dichte von 73 Einwohnern je Quadratkilometer.
Nachbarorte sind unter anderem Mindelheim, Rammingen und Markt Wald; die Vorwahl ist 08268.